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Strohwitwer sein ist herrlich

Hach, was waren das für wunderbare vier Tage! Meine Familie war ohne mich nach Potsdam gedüst, um dort eine befreundete Familie zu besuchen – und ich konnte, mit nur zwei geschäftlichen Terminen, meine freie Zeit ganz für mich alleine haben. Ein herrliches Gefühl, zu 100 Prozent immer genau das tun zu können, wonach mir gerade zumute war. Es kam mir vor wie zwei Wochen Urlaub.

Letztlich sicher auch aus einem anderen Grund: Ich durfte in diesen vier Tagen immer wissen, dass ich eine wundervolle Familie habe, die ich am Sonntag dann auch wieder vom Bahnhof abholen würde. Meine Einsamkeit war frei gewählt und absolut vorübergehend. Das ist das große Glück: Zu wissen, dass es die Familie als Ort der Geborgenheit gibt. Und es dann eben auch genießen zu können, einmal ganz für sich allein zu sein.